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Pflegeschwerpunkt Palliativpflege

Einer der Schwerpunkte unserer Arbeit, ist die Betreuung von Sterbenden. Hier sehen Sie exemplarisch, wie wir dabei vorgehen.

Füllgrafik 1. Informationssammlung Füllgrafik
6. Evaluation / Bewertung Füllgrafik 2. Probleme und Bedürfnisse erkennen
5. Durchführung der Maßnahmen Füllgrafik 3. Definition von Zielen
4. Planung Füllgrafik

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Vor Einzug eines Bewohners:
  • Studium der Entlass- und Zwischenberichte von Krankenhäusern
  • Prüfung, ob eine Partientenverfügung vorliegt oder entsprechende Äußerungen
  • Biographiearbeit
Nach Evaluation:
  • Abgleich der Erkenntnisse mit vorhandenen Daten
  • Dokumentation neuer Erkenntnisse
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Fall Beispiel
Frau W. litt an Schilddrüsenkrebs im Endstadium mit zahlreichen Metastasen. Die Auswertung der Arztbriefe ließ eine Heilung nicht erwarten. Vor Einzug in den Spiegelhof wurden Gespräche mit den Angehörigen geführt. Frau W. wurde als lebenslustiger Mensch geschildert, der seine Zeit gerne in Gesellschaft anderer Menschen verbringt. Die Patientenverfügung beinhaltete das Unterlassen lebensverlängernder Maßnahmen, insbesondere künstliche Ernährung.

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Problemanalyse mittels Befragung des Bewohners und der Angehörigen sowie Auswertung von ärztlichen Berichten; insbesondere Erhebung des Schmerzstatus und der Ängste Bedürfniserkennung mittels
  • Befragung und Auswertung der Biographie und der Milieuanalyse
  • Ressourcenermittlung mittels Befragung und Beobachtung
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Fall Beispiel
Frau W. war aufgrund starker Schmerzen in der Beweglichkeit stark eingeschränkt. Auch im Ruhezustand litt sie Schmerzen. Nahrung konnte sie nur sehr unzureichend aufnehmen, da der Schlucktrakt beeinträchtigt war. Die Nahrungsaufnahme wurde als große Quälerei empfunden. Als Folge litt Frau W. unter andauernder Mundtrockenheit und großem Durst. Sie äußerte den Wunsch zu sterben und gleichzeitig die Angst dies alleine zu müssen.

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Festlegung von Zielen unter Berücksichtigung der bewohnerindividuellen Probleme, Bedürfnisse und Ressourcen sowie der vorhandenen Kapazitäten im Bereich Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft. Die Ziele müssen realistisch, erreichbar und überprüfbar sein. Typische Ziele im Rahmen einer Palliativpflege:
  • Steigerung des Wohlbefindens
  • Reduzierung der Schmerzen im Rahmen der pflegerischen Möglichkeiten und in Absprache mit dem behandelnden Arzt
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Fall Beispiel
Folgende Ziele wurden definiert: Frau W. sollte den Alltag als schmerzarm empfinden können, es sollte eine akzeptable Nahrungszufuhr erreicht werden und es sollte ein Umfeld geschaffen werden, das es Frau W. ermöglicht Abschied nehmen zu können.

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Erstellung eines Maßnahmenplans mit dem die Ziele erreicht werden sollen. Typische Maßnahmen im Rahmen einer Palliativpflege:
  • Schmerztherapie
  • Medikamentöse Behandlung von Übelkeit und Erbrechen
  • Beobachtung der Wirksamkeit der ärztlichen Verordnungen
  • Mundpflege
  • Psychosoziale Betreuung
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Fall Beispiel
Zur Erreichung der Ziele wurde die Wunschkost um Trinknahrung ergänzt. Frau W. sollte essen und trinken was sie schafft. Auf künstliche Gabe von Flüssigkeit sollte bewusst verzichtet werden. Über die Art und Häufigkeit der Lagerung sollte Frau W. selbst entscheiden. Ärztlicherseits wurden schmerzstillende Pflaster verordnet. Die Dosis wurde vom behandelnden Arzt regelmäßig eingestellt.

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  • Die Verantwortung für die Durchführung der Maßnahmen ist klar geregelt
  • Es wird sicher gestellt, dass die beteiligten Mitarbeiter Kenntnis über die Art und Ausführungs bestimmungen der Maßnahmen haben
  • Die Durchführung der Maßnahmen wird dokumentiert
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Fall Beispiel
Die geplanten Maßnahmen wurden mit den Mitarbeitern in den Bereichen Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft besprochen und umgesetzt. Der behandelnde Arzt beobachtete den Schmerzzustand intensiv und stellte die Dosis der Schmerzpräparate entsprechend des Schmerzstatus ein.

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Tätigkeiten & Hilfsmittel:
  • Überprüfung der Zielerreichung
  • Prüfung der Durchführungsqualität der Maßnahmen
  • Bewertung der Wirkung der durchgeführten Maßnahmen
  • Ursachenforschung für bestehende Mängel
  • Pflegevisite
  • Fallsupervision
  • Besprechung mit Angehörigen
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Fall Beispiel
Die Überprüfung der Maßnahmen führte zu dem Ergebnis, dass Frau W. deutlich weniger Schmerzen empfand als zu Beginn der Maßnahmen. Ihr Allgemeinzustand hatte sich rasch gebessert. Sie konnte den Tag meist im Sessel verbringen und am Alltagsleben teilnehmen. Die Nahrungsaufnahme gestaltete sich sehr aufwändig und benötigte viel Zeit im Tagesablauf. Um eine akzeptable Nahrungszufuhr zu gewährleisten, wurden die Mahlzeiten auf mehrere kleine Portionen verteilt. Wenn Frau W. nicht mehr konnte wurde eine Pause eingelegt, um sie mit der Nahrungsaufnahme nicht zu überfordern. Frau W. ist nach drei Monaten im Beisein Ihrer Kinder ruhig eingeschlafen und verstorben.