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Pflegeschwerpunkt Schwerstpflege

Einer der Schwerpunkte unserer Arbeit, ist die Betreuung von schwer pflegebedüftigen Menschen mit eingeschränkter Mobilität (z.B. durch Morbus Parkinson oder nach einem Schlaganfall). Hier sehen Sie exemplarisch, wie wir dabei vorgehen.

Füllgrafik 1. Informationssammlung Füllgrafik
6. Evaluation / Bewertung Füllgrafik 2. Probleme und Bedürfnisse erkennen
5. Durchführung der Maßnahmen Füllgrafik 3. Definition von Zielen
4. Planung Füllgrafik

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Vor Einzug eines Bewohners:
  • Anamnese: Prüfung der Entlass- und Zwischenberichte von Krankenhaus und Rehabilitationseinrichtung
  • Gespräche mit Betroffenen und Angehörigen
  • Biographiearbeit und Milieuanalyse
Nach Evaluation:
  • Abgleich der Erkenntnisse mit vorhandenen Daten
  • Dokumentation neuer Erkenntnisse
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Fall Beispiel
Frau B. kam aus einer Rehabilitationsklinik zu uns mit der Diagnose rechtsseitige Halbseitenlähmung (Hemiplegie). Aus dem Vorgespräch mit den Angehörigen wussten wir, dass Frau B. gerne in Gesellschaft anderer Menschen ist und sie sich sehr gerne mit anderen Menschen unterhält. Die Angehörigen beschreiben sie als einen lebenslustigen Menschen. Die Angehörigen wohnen vor Ort.

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Problem- und Ressourcenanalyse bezüglich Kommunikationsfähigkeit, Mobilität und Nahrungsaufnahme in Zusammenarbeit mit Therapeuten Bedürfniserkennung mittels Befragung und Auswertung der Biographie und der Milieuanalyse nach oben
Fall Beispiel
Durch Gespräche mit Frau B. und den Angehörigen und Auswertung der Arztbriefe konnte festgestellt werden, dass die Sprachfähigkeit voll vorhanden war. Die Halbseitenlähmung führte unter anderem zu folgenden Problemen: stark eingeschränkte Mobilität, Schluckbeschwerden, Probleme beim Anziehen und Waschen. Wir konnten feststellen, dass Frau B. halbstundenweise sitzen konnte. Um die Ernährung sicherzustellen bekam Frau B. im Krankenhaus eine künstlichen Ernährungssonde (PEG-Sonde) gelegt. In der Rehabilitationsklinik wurde bereits mit Schlucktraining begonnen. Die Angehörigen zeigten Bereitschaft zu regelmäßigen Besuchen.

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Festlegung von Zielen unter Berücksichtigung der bewohnerindividuellen Probleme, Bedürfnisse und Ressourcen sowie der vorhandenen Kapazitäten im Bereich Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft. Die Ziele müssen realistisch, erreichbar und überprüfbar sein. Typische Ziele bei Bewohnern mit Schlaganfall:
  • Schrittweise Wiederherstellung verlorener Fähigkeiten
  • Normalisierung der Körperwahrnehmung
  • Regelmäßige Teilnahme am Gemeinschaftsleben
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Fall Beispiel
Zunächst wurden hauptsächlich pflegerische Ziele definiert. Es sollte eine weitestgehende Unabhängigkeit von der künstlichen Ernährung erreicht werden. Die Nahrung sollte komplett oral aufgenommen werden. Die Sitzfähigkeit sollte auf zwei Stunden ausgedehnt werden. Die Mobilität beim Waschen und Anziehen sollte verbessert werden. Um das allgemeinen Ziel "Steigerung der Lebensqualität" zu erreichen sollte eine regelmäßige Teilnahme an Gemeinschaftsveranstaltungen angestrebt werden.

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Erstellung eines Maßnahmeplans mit dem die Ziele erreicht werden sollen. Typische Maßnahmen bei Bewohnern mit Schlaganfall:
  • Mobilisation in aufrechter Stellung
  • Ess- und Schlucktraining
  • Lagerung
  • Sensorische Stimulation
  • Obstipationsprophylaxe
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Fall Beispiel
Um die Ziele zu erreichen wurden mehrere Maßnahmen geplant. In Absprache mit Ärzten und Therapeuten sollte regelmäßiges Ess- und Schlucktraining stattfinden. Neben täglichen Bewegungsübungen sollte eine Anleitung und tägliches Training beim Waschen und Kleiden stattfinden ("Hände des Pflegepersonals in den Hosentaschen"). Frau B. sollte animiert werden am Gemeinschaftsprogramm teilzunehmen.

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  • Die Verantwortung für die Durchführung der Maßnahmen ist klar geregelt
  • Es wird sicher gestellt, dass die beteiligten Mitarbeiter Kenntnis über die Art und Ausführungs bestimmungen der Maßnahmen haben
  • Die Durchführung der Maßnahmen wird dokumentiert
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Fall Beispiel
Die geplanten Maßnahmen wurden mit den Mitarbeitern in den Bereichen Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft besprochen und umgesetzt. Der behandelnde Arzt beobachtete den Schmerzzustand intensiv und stellte die Dosis der Schmerzpräparate entsprechend des Schmerzstatus ein.

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Tätigkeiten & Hilfsmittel:
  • Überprüfung der Zielerreichung
  • Prüfung der Durchführungsqualität der Maßnahmen
  • Bewertung der Wirkung der durchgeführten Maßnahmen
  • Ursachenforschung für bestehende Mängel
  • Pflegevisite
  • Fallsupervision
  • Besprechung mit Angehörigen
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Fall Beispiel
Die Prüfung der Ziele und der Maßnahmen (Evaluation) führte zu dem Ergebnis, dass die Ziele weitestgehend erreicht wurden. Die durchgeführten Maßnahmen zeigten die erwartete Wirkung. Frau B. konnte mit Hilfe stehen. Sie hatte zwischenzeitlich begonnen selbst zu essen und benötigte weniger Unterstützung. Die PEG-Sonde konnte entfernt werden. Frau B. hatte Spaß an gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Die Angehörigen bestätigten den subjektiven Eindruck gesteigerter Lebensqualität.
Zwischenzeitlich kann sich Frau B. fast ganz selbst anziehen und benötigt nur noch kleinere Hilfen beim Waschen und Anziehen.